Chris Goebel & Richard Friedrich
Direkt vom Feld

since 2016

Was macht Ihr Unternehmen?

Gute, gesunde und transparente Lebensmittel werden uns und vielen anderen Menschen immer wichtiger. In den letzten Jahren haben wir verschiedene Bio-Gewürzproduzenten auf der ganzen Welt besucht. Dabei lernten wir spannende Menschen kennen, konnten in verschiedene Kochtöpfe schauen und großartige Gewürze entdecken die mit denen im Supermarkt oft nichts zu tun haben. Als wichtiger Bestandteil unseres Essens können sie mit ihrer Wirkung auch für körperliche und geistige Gesundheit beitragen. Mit unserem jungen Unternehmen „Direkt vom Feld“ (www.direktvomfeld.eu) bringen wir all das zusammen. Intensive Gewürze von großartigen Erzeugern auf der ganzen Welt, biologisch angebaut, erntefrisch und transparent rückverfolgbar. Dazu Workshops und Kurse um diese Erfahrung weiterzugeben. Gemacht für alle, denen Genuss, Gesundheit und authentische Produkte am Herzen liegen.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihr Unternehmen gekommen?

Victor Hugo hat einmal gesagt: „Das Leben ist wie eine Speise, welche uns nur ihrer Würze wegen schmeckt.“

Meine halbe Kindheit verbrachte ich auf dem Bauernhof und kam zeitig in Kontakt mit ehrlichen Lebensmitteln. In uns steckte außerdem die Entdeckerlust und die Freude an gutem Essen mit wunderbaren Menschen an einem Tisch. So haben wir in unserer Berliner WG immer Sonntags gemeinsam gegessen und Pläne geschmiedet. Für uns war klar, dass ein klassischer 9to5-Job keine Option ist und wir uns selbstverantwortlich verwirklichen wollten. Der Gedanke, wirklich einmal mit dem Pfefferbauern auf dem Feld zu stehen und zu erfahre wie alles entsteht reizte uns und wir verfolgten die Idee weiter.

Wie kamen Sie zum ersten Mal mit dem Unternehmertum in Kontakt?

Im Sommer 2012 waren wir auf einem Hippie-Festival mitten in Portugal. Leider fehlten uns und ca. 200 anderen Besuchern die Rücktransport-Möglichkeiten zum nächsten Flughafen in Madrid. Kurzerhand haben wir in einer abenteurlichen Aktion Busse gechartert und über 160 Ticketes zum Flughafen verkauft. Das war unsere erste Mini-Unternehmung die uns jede Menge Freude und etwas Startkapital einbrachte. Zurück in Deutschland wussten wir, dass wir gern weiter unternehmerisch tätig sein wollten.

Was macht Ihrer Meinung nach einen erfolgreichen Gründer aus?

Ich habe gemerkt wie wichtig es ist, sich selbst zu führen und den Willen zum Wachstum zu haben. Das eigene Unternehmen kann nur so gut sein wie die Persönlichkeit des Gründers selbst. In mir steckt der Wille persönlich über mich hinauszuwachsen und mein Potential zu leben. Ein eigenes Unternehmen ist so etwas wie ein Brennglas der Persönlichkeit, da es dich am schnellsten an die Grenzen bringt, an denen du selbst noch nachwachsen musst. Ich persönlich glaube, dass in jedem Menschen ein Unternehmer steckt – wenn auch nur der des eigenen Lebens, der selbstbestimmt entscheidet und Verantwortung übernimmt. Dafür kann man ein Unternehmen gründen, muss es aber nicht zwingend.

Was haben Sie vor der Gründung gemacht?

Ich habe mein Abitur in Flöha am Gymnasium gemacht und anschließend an der TU in Chemnitz Systems Engineering studiert. Nachdem ich keine Vorlesungen mehr vor Ort besuchen musste, bin ich 2012 nach Berlin gezogen um ein bisschen Großstadt-Feeling zu schnuppern und mein erstes Unternehmen zu gründen. Mein Studium habe ich nebenbei weitergemacht und 2016 schließlich abgeschlossen.

Welche Hürden mussten Sie bisher meistern?

Da unser Geschäftsmodell recht simpel war, konnten wir ohne größeren finanziellen Aufwand starten und brauchten keine Finanzierung. Die größten Hürden waren menschlicher Natur, seine Ängste und Befürchtungen wahrzunehmen und trotzdem mutig bestimmte Schritte zu gehen.

Welche Erfahrungen können Sie Gründern aus ihrer Geschichte heraus weitergeben, was haben Sie gelernt?

Wenn du merkst in dir brennt ein Feuer für etwas und du hast Lust etwas zu versuchen, tu es! Oft hindern uns unsere Befürchtungen den ersten Schritt zu tun.

Man lernt alles was man braucht auf dem Weg, wichtig ist nur dass man losläuft.

Ich habe gelernt wie wichtig Beziehungen sind, sowohl zu seinen Kunden, als auch zu Lieferanten die Helfen dir ein stabiles Geschäft aufzubauen, auch wenn mal ein wenig Wind geht. Außerdem sollten wir freundlich & liebevoll zu uns selbst sein – jeder der den Mut hat zu gründen ist schon großartig. Seid nicht zu perfektionistisch, lieber 80% liefern und 20% nachbessern als zu lange zu warten.

Du bist was du isst. Klingt simpel aber was ich gelernt habe ist wie wichtig unsere Ernährung und Bewegung auf unsere körperliche und geistige Leistung ist. Wenn es dir seelisch gut geht siehst du Chancen statt Hindernisse und wenn du körperlich fit bist, hast du die Möglichkeit sie umzusetzen.

Wo sehen Sie Geschäftsmöglichkeiten für die Zukunft?

Im Bereich Gesundheit, Ernährung und persönliche Entwickung von Menschen.

Könnten Sie sich vorstellen, angehende Gründer zu unterstützen? Falls ja, in welchen Bereichen könnten Gründer auf Sie zukommen?

Wir können uns eine Begleitung im Bereich Lebensmittel & Onlineshops vorstellen. Dabei können wir besonders ein Feedback zum Geschäftsmodell geben und vor allem auch einen Austausch bzw. Coaching auf Persönlichkeitsebene weitergeben.