Ronny Graupner
Playmatt

since 2016

Was macht Ihr Unternehmen?

Playmatt produziert und vertreibt Spielmatten für Kinder, welche jedes Spiel zu einem kreativen Erlebnis machen. Verschiedene Motive zaubern einen fantasievollen Untergrund für Figuren, Tiere, Modelle oder Fahrzeuge. Ob Bauernhof in grüner Idylle, Straßennetz für eine rasante Fahrt mit dem Feuerwehrauto, Eisscholle für Winterabenteuer oder eine Insel im Ozean als passende Umgebung für eine Ausfahrt mit dem Piratenschiff. Die Matten bestechen nicht nur durch ihre Stabilität und Rutschfestigkeit, sondern auch durch die Geräusch-reduzierenden Eigenschaften, sowie die Schadstofffreiheit.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihr Unternehmen gekommen?

Die Idee kam mir beim Spielen mit meiner Tochter. Wir haben ihren neuen Ponyhof ausgepackt und merkten wie trostlos es aussah. Da ich einen Grafikberuf gelernt habe, bastelte ich selbst an einem Untergrund für den Ponyhof. Es sah sehr schön aus und besonders meiner Tochter gefiel es. Daraufhin habe ich recherchiert, ob es schon Spieluntergründe gibt und erkannt, dass man nur Aufkleber auf dem Markt erwerben kann. Diese haben jedoch den Nachteil, dass sie nicht leicht entfernbar sind und somit nicht ersetzbar durch andere Untergründe. Als ich einen Produzenten fand, der eine ähnliche Form herstellte, schrieb ich ihm eine Mail mit meiner Idee. Wie es der Zufall anscheinend wollte, war dieser ebenfalls in Chemnitz ansässig und kam daraufhin mit dem ersten Prototypen unserer Spielmatten zu mir. Diese Person ist mein heutiger Geschäftspartner Thomas Schaatschneider. Gemeinsam mit noch zusätzlich meinem Bruder, entwickelten wir die Playmatt Spielmatten.

Wie kamen Sie zum ersten Mal mit dem Unternehmertum in Kontakt?

Bereits im Jahr 2005 gründete ich ein Unternehmen im Werbe/Messebau mit meinem Vater. Nachdem ich dann wieder kurze Zeit ins Angestelltenverhältnis wechselte, folgte mein heutiges Unternehmen, GNC Designstudio im Jahr 2011, sowie Playmatt im Jahr 2016.

Was macht Ihrer Meinung nach einen erfolgreichen Gründer aus?

Auf jeden Fall Geduld. Ich kenne andere, die versucht haben zu gründen und Sachen aus dem Blickfeld verloren haben. Es geht im Unternehmertum nicht darum nur schnell Geld zu verdienen. Das langfristige Denken darf nicht vernachlässigt werden.

Was haben Sie vor der Gründung gemacht?

Ich habe eine klassische Druckausbildung. In dem Betrieb meines Vaters arbeitete ich dann 2 Jahre lang als Grafiker, bevor wir uns 2005 gemeinsam selbstständig machten. Nachdem ich wieder in das Angestelltenverhältnis als Grafiker wechselte und bei namenhaften Werbeagenturen, wie Zebra Werbung oder Haus E arbeitete, entschied ich mich wieder zu Gründen. So startete 2011 das GNC Designstudio. Erst im Jahr 2016 kam playmatt hinzu.

Welche Hürden mussten Sie bisher meistern?

Die Finanzen stellen fast immer eine Hürde dar – gerade alle Beantragungen für ein Unternehmen kosten Zeit und Geld.

Ein guter Freund von mir ist Unternehmensberater, was uns viel geholfen hat. Er gab uns nicht nur Tipps, sondern auch Kontakte. Ich selbst hätte nie gewusst an wem ich hätte herantreten sollten.
Ein weiterer wichtiger Partner war und ist das Spielwarengeschäft Rabattz in der Sachsenallee. Als wir dem Unternehmen unseren Prototypen vorstellten, entwickelte sich von Beginn an eine tolle Partnerschaft! Sie haben uns nicht nur motiviert, auch von deren langjähriger Erfahrung in der Spielzeugbranche können wir profitieren.

Welche Erfahrungen können Sie Gründern aus ihrer Geschichte heraus weitergeben, was haben Sie gelernt?

Man sollte im Vorfeld schauen mit wem man gründen möchte. Es ist wichtig, die richtigen Personen ins Boot zu holen. Durch meine Einzelunternehmung hatte ich bereits viele Kontakte, die mir hilfreich waren. z.B. einen Unternehmensberater und Partner! Das Netzwerken hat schon immer eine große Bedeutung gespielt und wird auch im Laufe der Zeit nicht weniger!

Es ist außerdem immer sinnvoll sich einen Workflow anzueignen, indem man erst einmal in einem anderen Unternehmen reinschaut. Durch die Orientierung an Personen, die schon selbstständig sind, kann man sehr frühzeitig Dinge lernen.

Wo sehen Sie Geschäftsmöglichkeiten für die Zukunft?

Wir möchten das Produkt weiterentwickeln. Dabei haben wir z.B. mit dem sächsischen Textilforschungsinstitut Gespräche geführt, um Kombinationen mit neuen Materialien zu testen.

Des Weiteren arbeiten wir gerade daran die Matte selbst gestalten zu können. Dies soll bald auch in einer App möglich sein.
Außerdem möchten wir im Einzelhandel weiter Fuß fassen und eine Marktdurchdringung innerhalb der nächsten 3 Jahre erreichen.

Könnten Sie sich vorstellen, angehende Gründer zu unterstützen? Falls ja, in welchen Bereichen könnten Gründer auf Sie zukommen?

Auf jeden Fall! Im Bereich Netzwerken, oder generell im Mentoring. Besonders in den Bereichen Unternehmensführung und Motivation kann ich mein eigenes Wissen einbringen.