Tim Neugebauer
DMK E-BUSINESS GmbH

since 2008

Was macht Ihr Unternehmen?

Wir ermöglichen durch unsere Arbeit digitale Innovationen und erzeugen exzellente Kommunikations-, Vertriebs- und Transaktionslösungen für global agierende Konzerne, mittelständische Unternehmen und öffentliche Institutionen. Wir bieten als Digitalisierungsdienstleister somit fundierte Beratung und durchdachte Leistungen in den Feldern digitale Strategie, Design und Technologie.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihr Unternehmen gekommen?

Nachdem die Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende geplatzt war, entwickelte sich wieder Interesse an Web-Themen, wie digitalem Marketing, eCommerce, Intranet, etc. Da ich, wie auch Tom Starke, schon immer eine Affinität zur Digitalisierung besaßen, kam uns 2005 die Idee zur Selbstständigkeit neben dem Studium – als Nebenverdienst.

Als wir 2005 17.000 € erwirtschafteten, erkannten wir, dass wir das Potential zu mehr als einem Nebenverdienst haben. So wuchs unser eigentliches Hobby langsam zu einem Haupterwerb und das eigentliche Studium rückte zeitweise als „Hobby“ etwas in den Hintergrund.

Wie kamen Sie zum ersten Mal mit dem Unternehmertum in Kontakt?

In meiner Ausbildung zum Bankkaufmann habe ich viel mit Unternehmern zu tun gehabt. Gleichzeitig habe ich aber auch das Angestelltenverhältnis gesehen und wusste, dass ich nicht in einem Unternehmen mit eingefahrenen Strukturen und begrenzten Handlungsspielraum arbeiten möchte. Somit war das Arbeiten in einem angestaubten Angestelltenverhältnis die größere Motivation zum selbstbestimmten Handeln, viel stärker noch, als ein konkretes Gründervorbild zu haben.

Was macht Ihrer Meinung nach einen erfolgreichen Gründer aus?

Es sind viele Eigenschaften, die einen guten Gründer ausmachen. Als besonders wichtig erachte ich: die Beharrlichkeit seine Vorhaben tatsächlich umzusetzen bzw. etwas auszuprobieren. Dazu kommt neben Interesse und der grundlegenden Motivation für die Sache selbst: harte kontinuierliche Arbeit.

Was haben Sie vor der Gründung gemacht?

Nach dem Abitur am Sportgymnasium Chemnitz ging ich in eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Schon da merkte ich, dass der eingeschränkte Handlungsspielraum nichts auf Dauer für mich ist. Daher schloss ich ein BWL-Studium in Potsdam an. Aufgrund der sich während des Studiums entwickelnden Selbstständigkeit rückte dieses zeitweise ein wenig in den Hintergrund bzw. mussten alle Aktivitäten miteinander in Einklang gebracht werden. So beendete ich dieses erst ein paar Semester später als erwartet bzw. von der Regelstudienzeit vorgsehen. Dafür brachte ich zusammen mit meinem Mitgründer Tom Starke DMK E-BUSINESS GmbH jedoch schon gut auf Kurs!

Welche Hürden mussten Sie bisher meistern?

Die damaligen Hürden sind sicher auch noch heutzutage zu finden. Das Verständnis für die Wichtigkeit des Internets und der Digitalisierung als strategische Herausforderung für etablierte Unternehmen ist auch heute noch eine Hauptaufgabe. Hier leisten wir nach wie vor auch viel Aufklärungsarbeit.

Mit den Unterstützungsangeboten in Sachen Gründung im allgemeinen haben wir uns gar nicht so viel beschäftigt. Es gab zwar auch Angebote z.B. von der Uni Potsdam, jedoch konzentrierten wir uns lieber auf den Kern unseres Geschäfts. Wir wollten, dass wir gute und tatsächlich benötige Leistungen anbieten, daher steckten wir die Zeit in das Aneignen von nötigen Fähigkeiten. Alle Prozesse darum entstanden parallel, wobei uns eine Steuerberaterin und ein persönliches Netzwerk mit Tipps zur Seite standen.

Welche Erfahrungen können Sie Gründern aus ihrer Geschichte heraus weitergeben, was haben Sie gelernt?

Einfach machen! Es kann zwar ein Erfolgsfaktor sein, indem man über das Vorhaben zunächst ausführlich spricht und auch vielfältige Überlegungen dazu anstellt, jedoch muss letztendlich letztlich als Unternehmer getan werden können. Wichtig: man darf sich nichts kaputt reden lassen, sonst wird es nie etwas. Es wird immer Jemanden geben, der einen negativen Punkt findet. Von daher: ausprobieren und Erfahrung sammeln.

Wo sehen Sie Geschäftsmöglichkeiten für die Zukunft?

Der digitale Wandel wird derzeit auf allen Ebenen diskutiert. Im Geschäftskontext ist die digitale Transformation eine wichtige strategische Herausforderung für die Zukunft. So haben wir im B2B-Geschäftsfeld einen insgesamt großen und zudem derzeit noch stark wachsenden Markt vor uns.

Könnten Sie sich vorstellen, angehende Gründer zu unterstützen? Falls ja, in welchen Bereichen könnten Gründer auf Sie zukommen?

Ich bin hier bereits seit einiger Zeit aktiv. Zum einen bin ich an Hochschulen als Lehrbeauftragter tätig. Dort lehre ich Innovationsmanagement und kann mit meinem Wissen und den Erfahrungen aus den zurück liegenden mehr als 10 Jahren unterstützen. Zudem engagiere ich mich zusammen mit anderen Interessierten für das Startup Weekend oder auch die Startup Week hier in Chemnitz. Zudem sind wir immer offen für neue Netzwerke oder Kooperationen. Wenn wir von spannenden Ideen erfahren, dann sind wir bereit konkrete Unterstützung zu leisten.