Tino Kunstmann
Merchstore

since 2014

Was macht Ihr Unternehmen?

Merchstore ist ein Fullservice-Merchandising Unternehmen. Wir bieten die Konzeption, Herstellung und den Vertrieb individueller Merchandiseprodukte aus einer Hand.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihr Unternehmen gekommen?

Aufgrund unserer musikalischen Laufbahn. Ich habe mich um Merch gekümmert und bemerkt, was dazu für ein Know-how und Zeitaufwand nötig ist. Daraus habe ich das Konzept des perfekten Services in diesem Bereich entwickelt und nach und nach umgesetzt.

Wie kamen Sie zum ersten Mal mit dem Unternehmertum in Kontakt?

Das war bereits 1996, als ich durch meine Arbeit als DJ und Produzent erste Aufträge hatte. Ich habe damals ein kleines Label selbst betrieben, was dann in der Geschäftsführung und dem Produktmanagement der Phlatline Records GmbH mündete. Dort habe ich komplett den Splash-Sampler umgesetzt, welcher zum ersten Charterfolg für den jetzt größten Indie Vertrieb Groove Attack wurde. Aufgrund meiner eigenen musikalischen Karriere habe ich mich aber aus der Geschäftsführung von Phlatline Rec. dann zurück gezogen.

Was haben Sie vor der Gründung gemacht?

Ich war langjähriger Dj, Musikproduzent sowie Musiker und Rapper vor der Gründung von Merchstore. Außerdem hatte ich Stationen bei UNIVERSAL MUSIC im Trendvertrieb sowie einigen Modemarken (u.a. NEW ERA) im Vertrieb.

Welche Hürden mussten Sie bisher meistern?

Da ich mein Geschäft in kleinen Schritten aufgebaut habe, konnte ich ohne Fremdfinanzierung starten. Die größten Hürden waren jedoch Betriebsmittelfinanzierungen zu bekommen, sobald man an einer gewissen Unternehmensgröße angekommen war.

Welche Erfahrungen können Sie Gründern aus ihrer Geschichte heraus weitergeben, was haben Sie gelernt?

Folge deinem Bauchgefühl, natürlich nachdem du die grundsätzliche Machbarkeit überprüft hast. Denn wer zu lange nachdenkt und die Probleme aufdeckt, wird es nie machen. Nicht umsonst sagen 80 % aller Unternehmer „hätte ich gewusst was da alles zu bewältigen ist, ich hätte es nicht gemacht“. So geht es mir auch. Wenn man all das einfach nicht weiß, macht man es einfach. Und wenn man es wirklich mit Leidenschaft macht, wird es in irgendeiner Form funktionieren, auch wenn man sich ab und zu neu erfinden muss.

Wichtig ist auf jeden Fall, seine Zielgruppe genau zu kennen, diese auch streng einzugrenzen und sich stark auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Durch zu viele Baustellen verliert man den Fokus.

Wo sehen Sie Geschäftsmöglichkeiten für die Zukunft?

Der Bereich im Merchandising ist längst nicht ausgeschöpft. Wir gehen verstärkt in Lizenzbereiche und fädeln große Markenkopps ein. Außerdem tasten wir uns vorsichtig an andere Genres vor wie Publishing, etc.

Könnten Sie sich vorstellen, angehende Gründer zu unterstützen? Falls ja, in welchen Bereichen könnten Gründer auf Sie zukommen?

Im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten ja. Ich kann gern beratend zur Seite stehen, bei Themen die zu mir passen. Alles was mit E-Commerce und Urban Entertainment zu tun hat, passt.