Was macht Ihr Unternehmen?

Das Unternehmen forscht auf den Bereichen der Wohnungsmarkt- und Stadtforschung. Über die systematische Erhebung und Bereitstellung von Daten über Märkte und soziale Phänomene hilft das Unternehmen, Entscheidungen, z.B. Investitionsentscheidungen, gezielter treffen zu können.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihr Unternehmen gekommen?

Ich habe von 2000 bis 2005 Soziologie, Psychologie sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der TU Chemnitz studiert. Anfang der 2000er Jahre war die Arbeitsmarktsituation für Soziologie Absolventen sehr schlecht war. Wenn man das Feld nicht verlassen wollte, musste man sich selbstständig machen oder die Region verlassen. So kamen zwei Kommilitonen und ich auf die Idee, ein eigenes Sozialforschungsunternehmen zu gründen, das zwischen 2003 und 2014 auch existierte und sich Chempirica nannte. In diesem Zeitraum haben wir an Wissen und Erfahrungen dazu gelernt. Im Jahr 2015 habe ich dann – nach Auflösung von Chempirica – den Entschluss gesetzt, mich mit dem FOG-Institut gezielter auf die Wohnungsmarkt- und Stadtforschung der Stadt Chemnitz zu konzentrieren.

Wie kamen Sie zum ersten Mal mit dem Unternehmertum in Kontakt?

Meine Mutter war selbstständig. Für mich schien es damals als Student eine gängige Alternative, es mal auszuprobieren.

Was macht Ihrer Meinung nach einen erfolgreichen Gründer aus?

Gründen kann eigentlich Jeder – man geht zum Gewerbeamt und ist dadurch Unternehmer auf dem Papier. Erfolgreich ist er erst, wenn er seine Unternehmensidee, seine Produkte und Dienstleistungen verkaufen kann und dadurch Gewinne erzielt.

Ein erfolgreicher Gründer bzw. Unternehmer ist mit einer gewissen Leidenschaft bei der Sache. Alle, die mir dazu in den Kopf kommen, sind auch ein gewisses Risiko eingegangen, welches ein Außenstehender nicht nachvollziehen konnte. Somit benötigt man den Mut, auch mal verrückte Dinge zu machen!

Was haben Sie vor der Gründung gemacht?

Nach meinem Studium der Soziologie, Psychologie und Wirtschafts- und Sozialgeschichte habe ich Chempirica mitgegründet. Im Jahr 2015 entschied ich mich zur Umgründung in das FOG-Institut für Markt- und Sozialforschung.

Welche Hürden mussten Sie bisher meistern?

Das Unternehmertum ist meiner Meinung nach immer eine Hürde – egal ob man gerade viele Aufträge oder wenige Aufträge hat. Es wird immer Phasen geben, in denen es gut läuft und andere, in denen es schwer ist. Man darf den Kopf dann nicht in den Sand stecken. Wer einen kühlen Kopf bewahrt, kann vieles lösen. Es ist außerdem keine Schande Fehler zu machen – diese lassen uns lernen und machen uns stärker!

Welche Erfahrungen können Sie Gründern aus ihrer Geschichte heraus weitergeben, was haben Sie gelernt?

Denke nicht zu viel nach! Zögere nicht und nutze deine Chancen!

Wo sehen Sie Geschäftsmöglichkeiten für die Zukunft?

In der Zukunft wird nicht mehr nur die Methode, sondern primär das Wissen verkauft.

Dies bedeutet, dass der Kunde das Wissen ohne einen direkten Auftrag erwerben kann. Es besteht oft eine gewisse Hemmung ein Marktforschungsinstitut zu beauftragen um an Informationen zu kommen. Daher möchten wir Wissen bereitstellen, welches sofort bei Bedarf eingekauft werden kann.

Könnten Sie sich vorstellen, angehende Gründer zu unterstützen? Falls ja, in welchen Bereichen könnten Gründer auf Sie zukommen?

Natürlich gern. Es geht für mich mehr darum, dass der Gründer seine Sache verkaufen kann, anstatt einen tollen Businessplan erstellen zu können. Somit stehe ich gern in diesem Bereich und bei Informationsbedarf zu Chemnitzer Marktsituationen zur Verfügung.